Radio Ⓐ vom 10.05.2020 | Ein anarchistischer Blick auf den Mayday 2020 und einiges mehr

Wie immer am zweiten Sonntag eines jeden Monats heißt es wieder: Radio Ⓐ! Sperrt die Lauscher auf es geht gleich los…..

In pandemischen Zeiten wie der aktuellen Corona Krise ist ja vieles ein wenig Anders als gemeinhin gewohnt. So saßen wir auch nicht im Studio nahe dem Bierautomat wie gewohnt sonder übten uns in Homerecording, gut ist das einige sich entsprechend anarchisticher Ideen die letzten Jahre darum gekümmert haben, dass das Home nicht so einsam sondern eher kollektivistisch und gemeinschaftlich ist….

Wir werfen in dieser Sendung einen anarchistischen Blick auf die Phänome welche eine hohe Eskalationsstufe der Dauerkrise Kapitalismus so auslösen, betrachten den Mayday 2020, quatschen mit Freund*innen aus der Ferne und lassen natürlich auch musikalisch einiges aus den Boxen scheppern. Und nicht zu Vergessen: Wir feiern in der Sendung 75 Jahre 8. Mai – Wer nicht feiert hat verloren!

Macht euch bereit, noch ist Bier da.

REWAN – kurdische Frauen berichten

Viele Frauen und Mädchen im Irak und in Südkurdistan erlitten und erleiden Verletzungen ihrer grundlegenden Würde und erfahren seit Jahrzehnten verschiedene Formen von Gewalt innerhalb fest verankerter patriachaler Machtverhältnisse der irakischen wie kurdischen Gesellschaft, ebenso durch bewaffnete Konflikte, insbesondere unter der terroristischen Gruppe Daesh (sog. IS).
Kürzlich versuchten konservative religiöse Politiker im irakischen Parlament eine Änderung des Personenstandgesetzes durchzusetzen, wonach u.a. das Ehefähigkeitsalter der Mädchen von derzeit 18 auf 9 Jahre herabgesetzt werden sollte. Durch den vielschichtigen Protest von Frauenrechtler*innen und Aktivist*innen konnte der Beschluss über das Gesetz vorläufig abgewendet werden. Sie arbeiten nun an einem Gesetzesentwurf gegen häusliche Gewalt. In der kurdischen Autonomieregion hingegen führten Frauenrechtskämpfe bereits zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Verbot der Vielehe und Vergewaltigung in der Ehe.
Die Frauen der Organisation Rewan werden über ihre Kämpfe und die Situation in Südkurdistan und dem Irak berichten – Was sind Perspektiven, Schwierigkeiten und Erfolge? Wie können sich Menschen hier solidarisch zeigen und welche politischen Überschneidungen und Unterschiede gibt es?

Rewan ist seit 1997 im autonomen kurdischen Gebiet (Nordirak) aktiv im Kampf gegen Gewalt an Frauen und für deren Selbstbestimmung. Zu ihren Arbeitsbereichen zählen Dokumentation von und psychologische sowie rechtliche Beratung für Frauen und Mädchen, die von häuslicher, sexualisierter Gewalt, Genitalverstümmelung (FGM – Female Genital Mutilation), Vielehe, Kinderehe, Frauenmorden und Frauenverbrennung bedroht und / oder betroffenen sind.
Mit ihrem Schwerpunkt auf Medienarbeit ermutigen sie Frauen, sich gesellschaftlichen Einfluss und Anerkenung zu erkämpfen, ihre eigenen gesellschaftlichen Visionen zu entwickeln und zu verwirklichen ohne sich darin den Männern zu verpflichten. Die Aktivisinnen reisen an, um Öffentlichkeit für die Lage der kurdischen Frauen zu schaffen, wünschen sich solidarischen Austausch und hoffen auf Vernetzung.

Spenden für die Unterstützung der Organisation sind erwünscht.

Spendenkonto:
 Panorama e.V.
 IBAN: DE33 8306 5408 0004 8383 94
 BIC: GENODEF1SLR
 VR- Bank Altenburgerland
 Stichwort: REWAN

Hier gibt es für euch nun ein Interview in englischer Sprache mit einer der Referentinnen:

Ein Interview mit einer der Veranstalterinnen in welchem es einige Hintergrundinformationen zur Region gibt und euch der Inhalt des Vortrags vorgestellt wird (Deutsch).

Denn Vortrag in einem gekürzten Format (Deutsch)…

und natürlich auch ungeschnitten (Sorani – Deutsch) mit Diskussionsrunde