Sendung vom 10.01.2021


Unsere erste Sendung im neuen Jahr und gleich eine Spezialsendung.
Wir sendeten aus dem P8 live in Ton und Bild. Wer sich das Spektakel anschauen möchte hier ist der Link dazu

In der Sendung geht es um folgende Themen: Freiräume, eine spannende Gesprächs- und Interviewrunde, P8 was ist es und was will es sein? Grußbotschaft an A-Radio Berlin zum Jubiläum und zum Schluss geht es um Gustav Landauer.
Viel Spaß beim Anhören:

Radio comes P8. Radio A live aus der P8

Radio A sendet live aus der P8. Bild und Ton über den P8 Channel.
Natürlich auch zu hören über Querfunk, 104,8 MHz, wie jeden 2. Sonntag im Monat, zwischen 18 und 20 Uhr.

Liebe Menschen,

am Sonntag den 10.01.2021 Senden wir endlich mal wieder LIVE! Und zwar aus dem P8 (p-acht.org)!! Passend zum Sendeort wird der Schwerpunkt der Sendung auf Freiräume/ Subkultur gelegt. Wir werden Interviews mit Vertreter*Innen vom P8 und dem Cafe Noir führen und eine Diskussion über selbstverwaltete Freiräume in Karlsruhe ist geplant. Auch die Musik wird wie immer vom Feinsten sein. Wir werden hauptsächlich Bands und Musiker*Innen aus der P8 spielen.
Das besondere an der Sendung wird sein, dass ihr uns beim Senden zuschauen könnt! Die P8-Crew stellt uns ihren Youtubekanal zur Verfügung. Natürlich könnt ihr uns, wie gewohnt, auch einfach unter 104,8 MHz oder querfunk.de(livestream) hören.

Den Stream-Link vom P8 findet ihr bald unter https://de-de.facebook.com/events/233805714823134/ oder https://www.p-acht.org/2021/01/05/radio-comes-p8-radio-a-live-aus-der-p8/

Meinungsfreiheit wegen Corona verboten? Leave no one behind ! (Teil 2)

Presseerklärung 7.12.2020

Weiteres Verfahren in Zusammenhang mit dem Aktionstag Leave no one behind – Rettet die Flüchtlinge aus den Lagern auf den griechischen Inseln – am 7-12-2020 vor dem Amtsgericht Karlsruhe eingestellt. Kosten und Anwaltsgebühren zahlt die Staatskasse.
Meinungsfreiheit und Solidarität lassen sich nicht verbieten ! Leaved no one behind !
Amtsgericht Karlsruhe stellt auch das 2. der Bußgeldverfahren ein !

Am Montag, den 7.12.2020 fand im Amtsgericht Karlsruhe der zweite von 4 Prozessen in Zusammenhang mit dem Aktionstag der Seebrücke „Leave no one behind“ statt.
Auch das 2. Verfahren in Zusammenhang mit der Aktion !Leave no one behind! – zur Evakuierung der Flüchtlinge aus den hot spots an den Außengrenzen der EU wurde am 7.12.2020 vom Amtsgericht Karlsruhe nach § 47 Abs.2 OwiG eingestellt und die Gerichts- und Anwaltskosten der Staatskasse auferlegt.
Betroffen war diesmal ein Redakteur des Querfunk – Freies Radio in Karlsruhe, der O-Töne von verschiedenen Unterstützer_innen des Aktionstag – Leave no one behind am 19.4.2020 mit einem Aufnahmegerät einfangen wollte, und das Aufnahmegeräte corona-gerecht in 2 m Entfernung von 2 Aktivist-innen aufgestellt hatte, damit sie seine Fragen beantworten konnten. Obwohl der Redakteur die Aktivist_innen noch nie vorher gesehen hatte, konstruierte die Polizei daraus eine „Gruppe“ mit mehr als 2 Personen und verhängte gegen ihn ebenfalls ein Bußgeld in Höhe von 200 € zzgl. 23.50 € Gebühr.
Damit wurde somit rechtswidrigerweise nicht nur die Versammlungsfreiheit und die Meinungsfreiheit, wie im ersten Verfahren am 1.12. gegen eine Aktivistin, sondern auch die Presse- und Informationsfreiheit eingeschränkt.
Folgerichtig stellte das Gericht das Verfahren ein mit der Begründung, dass auch bei Corona Rechte wie Meinungsfreiheit usw. beachtet werden müssen, und ein Verstoß gegen die Corona-Verordnung nicht ersichtlich ist.

Damit müssten aber die noch ausstehenden 2 Verfahren ebenfalls eingestellt werden.

Eins der Verfahren richtete sich gegen die zweite Aktivistin, das 4 Verfahren gegen den Freund der einen Aktivistin, der für die beiden in 2 m Entfernung eine Tüte mit Eis auf den Boden gestellt hatte und sich danach wieder entfernt.

Meinungsfreiheit und Solidarität lassen sich nicht verbieten ! Leaved no one behind !

Kontakt: Seebrücke Karlsruhe seebruecke-ka@gmx.de – Für Rückfragen: RA Treiber Tel. 0721 35455910

Sendung vom 13.12.2020

Halli hallo,

wie zu erwarten ist die Covid-19 Pandemie immer noch in vollem Gange… und weiterhin heißt das Mantra der Politik: „Geht zur Arbeit und zur Schule… aber bloß kein Spaß!“. Klar, das ist sehr verkürzt ausgedrückt. Doch es wird klar wer hier geschützt werden soll… die Wirtschaft! Zur Eindämmung des Virus haben die staatlichen Maßnahmen wohl kaum beigetragen. Nun müssen wir uns vor dem heiligsten Tag im Jahr, Weihnachten, mit nem harten Lookdown rumschlagen. Aber das hat ja vielleicht auch etwas gutes. Es wird weniger Weihnachtsveranstaltungen geben vor denen wir uns drücken müssen, z.B. keine Betriebsfeste und keine Weihnachtsmärkte in der Stadt. Allgemein ne gute Ausrede sich dem verbliebenen Feiertagstrubel zu entziehen. Aber lassen wir das…

Wir wünschen euch ne schöne Zeit und hoffen ihr hört uns am 10.01.2021 wieder!
Bleibt gesund!!

In diesem Monat ist unsere Sendung fast coronafrei:

* kurzer Bericht zur Demo, anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen
* Neues von der Hagsfelder Südumfahrung
* Kundgebung zum 5ten Jahrestages des Pariser Klimaabkommens in Ka
* Erlebnisbericht Danneröder Wald
* Gustav Landauer Teil 2
* News

Meinungsfreiheit wegen Corona verboten? Leave no one behind !

Pressemitteilung

Meinungsfreiheit und Solidarität lassen sich nicht verbieten ! Leaved no one behind !

Verfahren gegen Unterstützerin der Aktion Leave no one behind vor dem Amtsgericht Karlsruhe eingestellt.

Am Dienstag, den 1.12.2020 fand im Amtsgericht Karlsruhe der erste von 4 Prozessen in Zusammenhang mit dem Aktionstag der Seebrücke „Leave no one behind“ statt.

Für den 19.4.2020 hatte die Seebrücke zusammen mit anderen Organisationen im Rahmen der Kampagne – #LeaveNoOneBehind – zu einem weiteren Aktionstag unter dem Motto: „Rettet die Flüchtlinge aus den Lagern auf den griechischen Inseln – wer schweigt macht sich mitschuldig – Evakuierung der Lager jetzt! Sofortige Aufnahme der Menschen – auch in Karlsruhe“ aufgerufen.

Da die Stadt Karlsruhe (rechtswidrigerweise !) keine Versammlungen dulden wollte, wurde in Karlsruhe ein Vorschlag für die Gestaltung des Sonntagnachmittags verbreitet, am 19.4.2020 individuell zwischen 14 bis 16 Uhr in der Karlsruher Innenstadt spazieren zu gehen und seine Meinung zur Rettung der Flüchtlinge kund zu tun, zB. allein oder zu zweit mit Schildern, um auf die dramatische Situation in den Flüchtlingslagern aufmerksam zu machen, und die sofortige Evakuierung der Lager und Aufnahme der Flüchtlinge – auch in Karlsruhe – zu fordern. Insbesondere die Corona-Pandemie hat die Lage in den Lagern an den Außengrenzen der EU, wie zB in Moria auf Lesbos, wo bis zu 20.000 Menschen im 10-fach überfülltem Lager zusammengepfercht waren, nochmals dramatisch verstärkt, da die Menschen dort keinen Abstand waren können, und auch minimalste Voraussetzungen für notwendige Hygienemaßnahmen nicht gegeben sind.

Bei dem Solidaritätsspaziergang sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass immer maximal 2 Personen unterwegs sind und jeweils mindestens 2 m Abstand zu allen Anderen gehalten wird. Vorsichtshalber sollten auch alle Spaziergänger_innen gemäß der aktuellen Empfehlung der Bundesregierung eine Gesichts-Schutzmaske tragen,damit niemand gefährdet wird. Ziel der Aktion war es ja gerade u.A. auf die Gefährdung der Flüchtlinge durch den Corona-Virus aufmerksam zu machen.

Etliche Menschen sind auch in Karlsruhe, wie auch in anderen Städten, diesem Vorschlag zur sonntäglichen Freizeitgestaltung gefolgt, und haben auf die tödliche Gefahr für viele Flüchtlinge in den Lagern an den Außengrenzen der EU hingewiesen und eine sofortige Evakuierung der Lager gefordert.

Dafür sollen 4 Personen jetzt mit einem Bußgeld von 200,00 € zzgl. 28,50 € „bestraft“ werden.

Kennzeichnenderweise setzte der Polizeieinsatzleiter auch noch die Meinungsfreiheit außer Kraft (!) – bei Corona gäbe es keine Meinungsfreiheit – und zwang die Betroffenen Ihr Schild umgekehrt auf den Boden zulegen, damit es nicht gesehen werden kann. Auf dem Plakat stand: „Fredom of movement for everyone – Leave no one behind – Evacuate Moria now !“

Auf Befragung des Rechtsanwalts der Betroffenen Wolfram Treiber gab der geladene Polizeizeuge zu, dass die Betroffene ein Schild mit sich geführt habe und dass sie auch andere mit Schildern bzw. Transparenten gesehen haben, wovon skandalöserweise nichts in den Akten zu finden war. Weiter gab er zu, dass der Einsatzzug Karlsruhe eingesetzt war, der üblicherweise bei Demonstration und im Fußball eigesetzt wird, dh de facto dass die Kontrolle wegen des Aktionstags stattfand und es sich nicht um eine Kontrolle der Corona-Schutzmaßnahmen handelte.

Völlig inakzeptabel ist es jedoch, dass der Einsatzleiter des Einsatzzugs die Betroffen zwang das Schild mit der Aufschrift nach unten zu legen, da es bei Corona keine Meinungsfreiheit gäbe (!). Dieser ungeheure Vorgang hat inzwischen sogar den Weg in eine Kunstausstellung im Staatlichen Kunstverein gefunden…

Viele Jurist_innen haben inzwischen die Praxis als rechtswidrig kritisiert wesentliche Grundrechte pauschal durch Verordnungen und damit ohne Beteiligung der Parlamente auszuhebeln. Bezeichnenderweise hatte auch das BVerfG 2 Tage vor dem Vorfall am 17.4.2020 ein „Machtwort“ gesprochen und angemerkt, dass auch bei Corona die Versammlungsfreiheit nicht pauschal außer Kraft gesetzt werden dürfe. Dies wurde aber offensichtlich von den Polizeikräften völlig ignoriert – im Gegenteil wurde sogar noch zusätzlich die Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt, was ein Polizeihauptkommissar eigentlich besser wissen müsste… In der nächsten der Corona-Verordnungen, die ab 4.5.2020 galt, wurden insofern die Versammlungen aus den pauschalen Verboten ausgenommen. Der Betroffenen war es auch wichtig zu erklären, dass sie nicht zu den Corona-Leugner_innen gehört sondern sie sich gerade dafür einsetze, dass sich der Schutz auch auf die Geflüchteten in den Lagern erstreckt.

Als Ergebnis wurde das Verfahren eingestellt und die Kosten der Staatskasse auferlegt. Unverständlicherweise bleibt die Betroffen aber auf ihren eigenen Kosten sitzen.

Meinungsfreiheit und Solidarität lassen sich nicht verbieten ! Leaved no one behind !

Einer der 4 Betroffenen ist im Übrigen ein freier Radio-Redakteur des Querfunk, der mit den Aktivist_innen nichts zu tun hatte und der nur aus gebührendem Abstand O-Töne der Aktivist_innen, warum diese die Aktion wichtig finden, einfangen wollte, und der nun ebenfalls mit Bußgeld belegt wurde.

Das Verfahren gegen den Redakteur findet nunmehr am Montag, den 7.12.2020 um 11.20 Uhr im Amtsgericht Karlsruhe im Sitzungssal 0.11, EG, Schlossplatz 23 in Karlsruhe statt.

Kontakt: Seebrücke Karlsruhe seebruecke-ka@gmx.de – Für Rückfragen: RA Treiber Tel. 0721 35455910

Sendung vom 08.11.2020

Salute,

hier könnt ihr unsere letzte Sendung vom 08.11.2020 nachhören. Die Covid-19 Pandemie ist weiterhin im vollen Gange, weswegen wir wieder im „Homeoffice“ die einzelnen Beiträge vorproduzieren. Wir denken aber, dass wir euch wieder eine interessante Mischung an Themen präsentieren können.

Themen:

Proteste gegen das neue Abtreibungsgesetz in Polen
Linke Kritik an den Corona-Maßnahmen
Proteste gegen den Ausbau der A49
Gustav Landauer

Sendung vom 11.10.2020

Salute,

auch für diese Sendung haben wir für euch interessante Themen aufgearbeitet. Leider sieht es nicht besser wie letzten Monat aus: die Liebig in Berlin wurde geräumt, es gibt immer noch Sexismus und wir müssen mal wieder über die Polizei reden!

Aber keine Sorge! Es gibt wie immer auch gute Musik und verrückte Moderatoren, die sich nicht unterkriegen lassen!

 

Anarchistischer Stammtisch im Café Noir | 07.10.2020 | 18:30 Uhr | Pensylvaniastraße 2

ANIKA lädt ins Café Noir zum anarchistischen Stammtisch: Kommt Vorbei!

Liebe Alle! Am 07.10.2020 soll es soweit sein! Wir laden ein zum ersten anarchisitschen Stammtisch in Karlsruhe. Seit langem wabbert der Begriff “Anarchismus” wieder durch die öffentliche Debatte. In München wurde ein Denkmal für den in Karlsruhe geborenen Anarchisten Gustav Landauer eingeweiht. Der Deutschlandfunk sendete am 03. Mai 2020 eine 3-Stündige Sondersendung, eine Lange Nacht über Anarchie. Vor einigen Monaten ging das Projekt ANIKA, Anarchie in Karlsruhe mit einem Blog ins Netz. Jetzt wollen wir alle interessierten und Diskussionsfreudigen Menschen einladen sich in entspannter Runde und und angenehmer Athmosphäre dem Begriff und seinen vielfältigen Hintergründen zu nähern. Willkommen sind alle die sich Auseinandersetzen, voneinander lernen, sich gemeinsam Bilden und daneben oder dabei ein Getränk und Snacks bevorzugen. Es herrscht kein Konsumzwang, der Eintritt ist frei und wer kann darf gerne etwas Spenden für die Raummiete.
Wir freuen uns auf euch und verbleiben in dem glauben an eine Herrschaftsfreihe Welt!

Liebe(rtäre) Grüße ANIKA

Facts: 07.10.2020 | 19:00 Uhr | Café Noir – Pensylvaniastraße 2

Anarchistischer Stammtisch Karlsruhe im Café Noir

Sendung vom 13.09.2020 | Moria | Im Wahn vereint | NSU 2.0

In der heutigen Sendung werfen wir einen Blick auf die Geschehnisse in und um das Lager Moria auf Lesvos. Dort werden und wurden Menschen teils jahrelang unter unwürdigsten Bedingungen festgehalten. Nun kam es zum Brandt. Ein absehbarer Skandal. Moralisch bewertet von den selbsternannten Leistungsträgern, skandalisiert von denjenigen die ihr Image polieren wollen. Die Herrschenden richten Strukturen ein die Wertvoll und nützlich von unwert und unnütz sauber trennen. Keine Schande, politisches Kalkül.

Auf der Suche nach anderen alten und neuen Herrschenden stellen sich die Anhänger diverser Verschwörungsmythen auf, gestern noch an der Migration abgearbeitet geht es nun um Kinderblut und den Friedensvertrag….

Seit Längerem tauchen Droh schreiben auf die mit dem Kürzel NSU 2.0 und anderen Rechten Namen unterschrieben sind. Die Ermittlungen sind zäh und anscheinend auch zu Langsam um die oder den Verfasser*in zu überführen.Hier hört ihr einen Beitrag vom Radio Corax. Bei größerer Interesse kann ich den Artikel  in der Tatz empfehlen https://taz.de/taz-Recherche-zu-Drohmails/!5709468&s=nsu+2+0/ .

Sendung vom 09.08.2020

Hallo Leute,

trotz unerträglicher Hitze, Corona und weiterer Unannämlichkeiten haben wir auch diesen Monat versucht euch mit interessanten News und Gedanken, die ihr im „normalen“ Medienbetrieb nicht findet, zu versorgen.

In diesem Monat berichteten wir über die Räumung der Kiezkneipe Syndikat, Berlin Neuköln, führten ein Interview mit einer Person vom Cafe Noir auf desen Umsonstflohmarkt und diskutierten über Militanz und später über Verschwörungstheorien.

Wir hoffen, dass wir euch wieder eine interessante Sendung zusammen basteln konnten 🙂